Die Druckprüfung ist ein Verfahren zur Überprüfung der Dichtheit von Leitungen. Sie wird häufig eingesetzt, wenn unklar ist, ob ein Wasserschaden durch eine undichte Wasser- oder Heizungsleitung verursacht wurde.
Bei der Prüfung wird ein Manometer an das geschlossene Leitungssystem angeschlossen und der Leitungsdruck kontrolliert. Bleibt der Druck über einen bestimmten Zeitraum konstant, gilt die Leitung als dicht. Sinkt der Druck hingegen ab, deutet dies auf eine Undichtigkeit im Leitungssystem hin.
Die Druckprüfung kann bei Trinkwasserleitungen, Heizungsleitungen oder anderen druckführenden Installationen durchgeführt werden. Wichtig ist dabei, dass alle Abnahmestellen, Armaturen und Verbraucher geschlossen sind, damit das Messergebnis nicht verfälscht wird. Auch mögliche Störquellen wie tropfende Wasserhähne oder undichte Spülkästen müssen vor der Messung ausgeschlossen werden.
Neben druckführenden Leitungen können auch Abwasserleitungen auf Undichtigkeiten überprüft werden. Dabei werden einzelne Leitungsabschnitte verschlossen und kontrolliert mit Luft beaufschlagt, um festzustellen, ob ein Druckverlust auf eine Leckage hinweist.
Für eine zuverlässige Prüfung müssen Absperrventile, Leitungsabschnitte und Anschlusspunkte gut zugänglich sein. Wird während der Druckprüfung ein Druckverlust festgestellt, dient das Verfahren als wichtige Grundlage für die anschliessende gezielte Leckortung im Leitungssystem.